Dateien löschen trotz komplett voller Partition

Dateien löschen trotz komplett voller Partition

Ich habe hier eine selbstgebaute NAS stehen, auf der FreeNAS als Betriebssystem läuft. Verbaut habe ich zwei 4TB Platten im Raid 1.
Heute hat mich leider meine Backup-Software in Probleme manövriert. Sie hat nämlich innerhalb der letzten 3 Monate 1,7 TB belegt. Und heute auch das letzte Bit.
Nun gibt es aber das (bekannte) Problem, dass mit simplen Mitteln keine Daten mehr von der Platte gelöscht werden können, wenn sie bis auf das letzte Bit belegt ist. Deshalb hier als Gedächtnisstütze für mich und vielleicht als Tipp für alle, die auch vor dem Problem stehen:

cat /dev/null > $file

Was passiert da? Es wird der Inhalt von /dev/null in eine Datei $file geschrieben, die man löschen möchte. Dadurch ist die Datei danach 0 bit groß und es steht wieder Speicherkapazität zum Löschen weiterer Daten bereit.
Achtet nur darauf, dass keine Snapshots mehr vorhanden sind, die das löschen unwirksam machen.

Facebook-Zensur von ausländerfeindlichen Einträgen

Facebook-Zensur von ausländerfeindlichen Einträgen

Ich habe in den Entwürfen einen Beitrag gefunden, der zwar schon ein paar Monate dort liegt, mir aber zu wichtig ist, als dass er nicht veröffentlicht wird. Es geht um die Diskussion von vor einiger Zeit, dass Facebook Beiträge löschen soll, die z.B. ausländerfeindlich sind. Und um die Konsequenzen der Lynchjustiz, die sich durch das gefühlten Versagen (oder zumindest Langsamkeit) der Justiz formiert.

1. Fefe rantet einmal kräftig gegen einen Redakteur stellvertretend für dessen Redaktion. Für mich ist die Essenz:

In einer pluralistischen Gesellschaft muss man anderslautende Positionen aushalten können. Anderslautende Positionen sind wichtig für den Diskurs, ohne sie kann es nie Fortschritt geben.

2. In einem Interview auf Vice erklärt Udo Vetter (lawblog.de), warum Meinungsfreiheit aus seiner Sicht sehr hoch gehalten werden muss und für jeden gelten sollte.

Vice: Also halten Sie generell nicht so viel von dieser Art Anzeigen?
Udo Vetter: Wohin führt das? Entweder wird das von den Strafverfolgungsbehörden ignoriert. Oder man sagt: Das ist uns total wichtig, diese Meinungsdelikte im Internet zu bekämpfen. Da wird dann mit extra Personal ein Polizeiapparat aufgebaut. Wenn man solche Polizeiapparate aufbaut, dann suchen die sich ihre eigenen Aufgaben. Und dann sind die, die heute die Anzeigen machen, oder die Journalisten, die vielleicht etwas frecher schreiben—wie Ihre Redaktion— die nächsten, die dann dran sind. Wenn man jetzt nach rechts austeilt und versucht, den Leuten einen Maulkorb zu verpassen, dann geht das nach hinten los.

3. Diesmal geht es etwas nur noch indirekt um Facebook. Es haben sich mittlerweile Gruppen gebildet, die Autoren von rechtsextremistischen Äußerungen an den Pranger stellen und auch vor Eingriffen in deren “Real Life” nicht halt machen. Fefe beschäftigt sich in diesem Post mit solchen Gruppen.

Am Ende rufen dann Leute beim Arbeitgeber an, oder beim Sportclub, und sorgen dafür, dass die ihren Job und/oder ihren Freundeskreis verlieren.

Da wird mir ganz Angst und Bange, ehrlich gesagt.

Ich verlinke das jetzt absichtlich nicht, weil ich finde, dass das die Menschenwürde verletzt. Mein Verachten der Nazis beruht in wesentlichen Teilen darauf, dass ich mich ihnen moralisch überlegen fühle. Das träfe nicht mehr zu, wenn ich zu solchen Methoden griffe, um sie aus ihren Jobs rauszukanten.

Mein Fazit aus den Artikeln: Die Menschenrechte, die bei uns im Grundgesetz verankert sind, gelten für jeden! Die Meinungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut, dass nur dann eingeschränkt werden darf, wenn es explizit und eindeutig gegen andere Grundrechte verstößt. Das “Gesetz” selbst in die Hand zu nehmen aus einer gefühlt moralisch überlegenen Position heraus, ist nicht nur falsch, sondern für eine pluralistische Gesellschaft (nett ausgedrückt) kontraproduktiv.
Photo by FotoDB.de

Fehlermeldung zum phpMyAdmin Konfigurationsspeicher

Fehlermeldung zum phpMyAdmin Konfigurationsspeicher

Ich benutze bei der Programmierung von Webseiten auf meinem Windows-PC die XAMPP-Umgebung von Apachefriends.org, um die Seiten lokal zu testen.

Heute habe ich die aktuelle Version heruntergeladen (5.6.8) und installiert. Leider warf phpMyAdmin einen Fehler aus “Der phpMyAdmin-Konfigurationsspeicher ist nicht vollständig konfiguriert, einige erweiterte Funktionen wurden deaktiviert. [..]”, der auf drei fehlende/fehlerhafte Tabellen in der Datenbank “phpmyadmin” zurück geht.

phpMyAdmin Fehlermeldung 1
phpMyAdmin Fehlermeldung 1

Nach längerem Suchen kam ich in die “config.inc.php” von phpMyAdmin. Dort werden unter anderem die Tabellennamen für die erweiterten Funktionen in einem Array gespeichert. Das sieht beispielsweise so aus:

$cfg[‘Servers’][$i][‘table_info’] = ‘pma_table_info’;

Wichtig ist, dass dort nur ein Unterstrich nach “pma” steht, während in der “config.sample.inc.php” und der “example/create_table.php” eine Schreibweise mit doppeltem Unterstrich zu finden ist. Welche nun die richtige™ ist, weiß ich nicht. In der offiziellen Dokumentation stehen die Tabellennamen mit “pma__”.

Bild von dssr.2002
Bild von dssr.2002

Im Prinzip ist das aber natürlich kein Problem, die Einträge müssen nur mit den Namen in der Datenbank übereinstimmen.

phpMyAdmin Fehlermeldung 2
phpMyAdmin Fehlermeldung 2

Zurück zu meinen Fehlern. Fehler 2 und 3 konnte ich relativ schnell identifizieren, es fehlten schlicht die Tabellen in der Datenbank und die passenden Einträge in der “config.inc.php”. Auf den richtigen Weg führte mich die Antwort von johanno auf eine Frage bei stackoverflow.com. Da die notwendigen SQL-Statements in der “create_table.php” vorhanden sind, habe ich diese beiden heraus kopiert und in phpMyAdmin auf der Datenbank “phpmyadmin” ausgefügt:

CREATE TABLE IF NOT EXISTS `pma__favorite` (
`username` varchar(64) NOT NULL,
`tables` text NOT NULL,
PRIMARY KEY (`username`)
)
COMMENT=’Favorite tables’
DEFAULT CHARACTER SET utf8 COLLATE utf8_bin;

und

CREATE TABLE IF NOT EXISTS `pma__central_columns` (
`db_name` varchar(64) NOT NULL,
`col_name` varchar(64) NOT NULL,
`col_type` varchar(64) NOT NULL,
`col_length` text,
`col_collation` varchar(64) NOT NULL,
`col_isNull` boolean NOT NULL,
`col_extra` varchar(255) default ”,
`col_default` text,
PRIMARY KEY (`db_name`,`col_name`)
)
COMMENT=’Central list of columns’
DEFAULT CHARACTER SET utf8 COLLATE utf8_bin;

Dazu habe ich aus der “config.sample.inc.php” die Zeilen

$cfg[‘Servers’][$i][‘favorite’] = ‘pma__favorite’;
$cfg[‘Servers’][$i][‘central_columns’] = ‘pma__central_columns’;

in die “config.inc.php” kopiert.

Fehler Nr. 1 bereitete mir etwas mehr Kopfzerbrechen. Die Tabelle “pma_column_info” ist vorhanden, trotzdem gibt es dazu eine Fehlermeldung. Der Doku-Eintrag war für mich auch nicht wirklich hilfreich. Fast schon aus Verzweiflung habe ich auch diese Tabelle mit dem Code aus der “create_table.php” neu erzeugt:

CREATE TABLE IF NOT EXISTS `pma__column_info` (
`id` int(5) unsigned NOT NULL auto_increment,
`db_name` varchar(64) NOT NULL default ”,
`table_name` varchar(64) NOT NULL default ”,
`column_name` varchar(64) NOT NULL default ”,
`comment` varchar(255) COLLATE utf8_general_ci NOT NULL default ”,
`mimetype` varchar(255) COLLATE utf8_general_ci NOT NULL default ”,
`transformation` varchar(255) NOT NULL default ”,
`transformation_options` varchar(255) NOT NULL default ”,
`input_transformation` varchar(255) NOT NULL default ”,
`input_transformation_options` varchar(255) NOT NULL default ”,
PRIMARY KEY (`id`),
UNIQUE KEY `db_name` (`db_name`,`table_name`,`column_name`)
)
COMMENT=’Column information for phpMyAdmin’
DEFAULT CHARACTER SET utf8 COLLATE utf8_bin;

und in der “config.inc.php” einen zweiten Unterstrich hinzugefügt:

$cfg[‘Servers’][$i][‘column_info’] = ‘pma__column_info’;

Das funktionierte. Damit waren alle Fehlermeldungen weg, und bei der Benutzung habe ich auch keine Probleme feststellen können.

Beitragsbild von Solvetic

Murat Kurnaz über Folter & Guantanamo – Jung & Naiv: Folge 216

Murat Kurnaz über Folter & Guantanamo – Jung & Naiv: Folge 216

Folter ist für mich etwas abstraktes. Ich habe immer wieder davon gelesen, dass es statt findet. Rund um die Welt, ausgeführt von eigentlich allen Staaten. Auch von denjenigen, die sich eigentlich dagegen ausgesprochen haben. Und durch Folter gewonnene Informationen werden auch von allen genutzt. Skrupel erkenne ich da nicht mehr.
Um die Jung & Naiv Folge Murat Kurnaz über Folter & Guantanamo habe ich mich eine ganze Zeit gedrückt, weil ich mir schon dachte, dass sie nicht einfach zu verarbeiten ist. Denn hier erzählt Murat Kurnaz, was er in US-Militärgefängnissen erlebt hat.
Neben der täglichen Folter haben mich auch die Lebensbedingungen zu tiefst schockiert. Wir gehen mit Rindern, Schweinen, Hühnern (nicht immer), Zoo- und Zirkustieren besser um als dort die Gefangenen gehalten werden.

Übrigens möchte ich den Kanal von Thilo Jung generell mal empfehlen. Seine Art, naiv drauf loszufragen, entlarvt so manche Phrase, über die wir schon lange nicht mehr nachdenken, über die wir aber nachdenken sollten. Und gleichzeitig hat er eine Art, seinen Interviewpartner in den Mittelpunkt zu stellen, ohne sich mit seinen Aussagen gemein zu machen. So bleibt jedem selbst überlassen, was er von den Aussagen hält.

Star Wars Humble Bundle

Star Wars Humble Bundle

Star Wars Freunde aufgepasst! Beim aktuellen Humble Bundle habt ihr noch knapp 14 Tage Zeit, euch max. neun Spiele im Star Wars Universum zu sichern.
Bisher sind dabei:

  • Star Wars Knights of the Old Republic
  • Star Wars Jedi Knights: Jedi Acadamy
  • Star Wars: Dark Forces
  • Star Wars Empire at War: Gold Pack
  • Star Wars The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition
  • Star Wars The Force Unleashed II
  • Star Wars Battlefront II
  • Star Wars Knights of the Old Republic II: The Sith Lords
  • Star Wars Republic Commando
  • Star Wars Humble Bundle 2

    Alle Spiele gibt es über Steam mindestens für Windows, ein paar auch für den Mac, leider keines für Linux.
    Und wie immer beim Humble Bundle gilt für ein paar Spiele (hier die ersten drei): Zahle was du möchtest. Für die nächsten drei in meiner Liste muss man mindestens $12 hinlegen, und für die letzten drei mehr als die Mehrheit, was aktuell bei $11,25 ist.

    Kommentiert doch mal, welche dieser Spiele ihr schon gespielt habt und welche ihr unbedingt mal spielen wolltet.
    Ich habe die “Kotor”-Spiele und “Jedi Acadamy” schon gespielt, gespannt bin ich vor allem auf die “The Force Unleashed”-Reihe und Battlefront.

    Frohe Weihnachten

    Frohe Weihnachten

    Mal wieder ist ein Jahr rum, und ich sitze mal wieder im Allgäu im Familieurlaub und genieße die Ruhe und den Abstand vom Alltag.

    Und das wünsche ich euch auch. Gewinnt Abstand vom Alltag, schaltet ab von der täglichen Tretmühle,

    Weihnachten 2010

    Leider ist es hier in der letzten Zeit ziemlich ruhig geworden. Ich bemühe mich um Besserung, aber versprechen kann ich es nicht. Aber mal abwarten, was das nächste Jahr so bringt.

    Rosetta Mission – Ambition

    Rosetta Mission – Ambition

    In ein paar Tagen, genauer gesagt am 12.11.2014, ist es soweit: die ESA-Mission Rosatta erreicht ihren Höhepunkt mit der Landung von Philae auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko.

    Rosetta mission poster
    Rosetta mission poster

    Nun hat die ESA einen Image-Film veröffentlicht, der auch im Vorprogramm im örtlichen Kino laufen könnte und an einen Trailer eines Sci-Fi-Film erinnert:

    Ich bin sehr begeistert, was die bei der ESA da geschafft haben. Seit über 10 Jahren ist Rosatte im Sonnensystem unterwegs und hat es in der Zeit geschafft, an genau der richtigen Stelle zur richtigen Zeit im Weltall anzukommen, um den Kometen zu verfolgen und sich ihm von hinten zu nähern. Sehr sehenswert ist dazu die Animation “Where is Rosetta?”, die die Wege von Rosetta und 67P/CG bis zum Rendezvous gut nachvollziehbar macht.
    Und nun wird die Sonde auch noch die Landeeinheit Philae absetzen, die dann als erste überhaupt Daten von der Kometenoberfläche an die Erde schickt. Dabei funktioniert trotz aller Unwägbarkeiten und Risiken bisher alles tadellos. Einfach Wahnsinn!

    Eine genaue Erklärung, was da nächste Woche Mittwoch passiert, gibt dieser Film (der auch so gemacht ist, wie man sich einen ESA-Film vorstellt 🙂 ):

    Wer mehr wissen und auf dem Laufenden bleiben möchte, dem empfehle ich neben dem Wikipedia-Artikel auch den Rosetta-Blog, über den auch die zahlreichen Social-Media-Kanäle bespielt werden.

    Und nebenbei: An der ESA sind 20 europäische Staaten beteiligt, egal ob aus der Mitte, Westen, Osten, Norden oder Süden. Und gemeinsam stellen sie solch bahnbrechende Missionen auf die Beine. Vielleicht sollten sich die Regierungschefs da mal ein Beispiel dran nehmen und ihre Kleinkriege hier unten auf der Erde überdenken.

    ZAPP – Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen

    Das NDR-Magazin ZAPP hat sich kritisch mit den Methoden der Werbetracker beschäftigt, die vor allem auf den großen Nachrichtenportalen zum Einsatz kommen. Ein sehenswerter Beitrag.

    Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich die Konzentration von Zapp auf die großen Verlagshäuser etwas einseitig finde. Denn Seiten wie sueddeutsche.de, spiegel.de, faz.net sind nur ein Teil des Problems. Es wird nicht hinterfragt, welche anderen Wege der Monetarisierung es gibt. Kann man nur damit Geld verdienen, dass man zielgerichtet Werbung schaltet? Dass man Profile der Internetnutzer bildet und diese verkauft? Von daher ist die Kritik von ZAPP berechtigt, aber es fehlen die Alternativen.
    Ich würde mir eine Art Internet-Kulturflatrate wünschen. Ein Betrag im Monat, der dann unter allen verteilt wird, deren Erzeugnisse ich konsumiert habe. Seien es Artikel, Podcasts, Musik, Videos, Bilder. Ähnlich wie Flattr funktioniert. Doch ein zentralen Geldverteiler hat natürlich sehr viel Macht. Welche Regeln gelten, wie deren Einhaltung überwacht werden könnte, ist dann das nächste Problem.

    Abschließend möchte ich noch jedem, der sich gegen solche Werbe-Methoden schützen will, Ghostery (Firefox, Chrome) und Disconnect (Firefox, Chrome) ans Herz legen. Beide Browser-Addons sperren die Tracker schon beim Laden der Seite und verhindern zumindest darüber das Nachverfolgen.