Ein Verkehrsbetrieb für das Ruhrgebiet?

Na, ich bin ja noch skeptisch.

Hier erstmal der Plan, dargestellt in einem sehr pathoslastigen Video:

Und die momentane Realität:

Ich frage mich, wie diese neue RuhrStadt Verkehrs AG überhaupt gemeinsame Ziele entwickeln wird, die auch so greifbar sind, daß sie irgendwann erreicht werden. Da treffen einfach sehr viele unterschiedliche Interessen aufeinander.

Mal zwei Beispiele, die sich nur auf die bisherigen Netze beziehen:

  • Duisburg färt nur auf 1435mm Spurweite, Oberhausen nur auf 1000mm. Entweder, man macht den Verbund also nur über Busse, oder eine der beiden Städte muss kräftig investieren, um die andere Spurweite auch anzubeiten.
  • Gleichzeitig bleibt die Verbindung vom Norden Essens mit dem Norden Duisburgs weiterhin umständlich, weil an der Grenze von Oberhausen nach Duisburg umgestiegen oder ein weiter Umweg über Mülheim gemacht werden muss. Wobei da noch die Frage ist, ob es überhaupt eine Direktverbindung geben wird.

Es geht aber auch anders. So fährt z.B. die Straßenbahn 107 durch bis Gelsenkirchen Hauptbahnhof. Auf der anderen Seite Essens fährt die U18 bis zum Mülheimer Hauptbahnhof.

Es gibt also schon mancherorts gute Verbindungen in die Nachbarstädte, aber auch die Situationen aus dem zweiten Video habe ich schon erlebt.

Ich bin noch skeptisch, aber ich lasse mich gerne überraschen und hoffe, daß ein gemeinsamer Verkehrsbetrieb deutlich besseren Service für die Nutzer des ÖPNV mit sich bringt und natürlich deutlich bessere Verbindungen in andere Städte.

via: Ruhrbarone

2x Ende :-(

1. R.I.P. Michael Jackson.
Seine Musik war genial, seine Darbietungen unübertroffen.

Ich habe mich auf sein Comeback gefreut, weil dabei wohl wieder sehr gute Musik gekommen wäre. Schade, sehr schade.

Leider wurde das Video für Deutschland gesperrt. Aber ihr wertet bestimmt genug Musik von Michael Jackson kennen und im großen, weiten Netz finden, wenn euch danach ist. Mein Lieblingssong, den ich hier verlinkt hatte, ist der Earth Song.

www.faz.net

2. Viel Spaß als Fußballrentner, Bernd Schneider.
Schade, daß er nun doch noch gegen seine schwere Rückenverletzung verloren hat, gegen die er so tapfer gekämpft hat. Der weißer Brasilianer war über 10 Jahre Bundesliga und Nationalmannschaft einer unserer besten Techniker.

www.kicker.de

Meine Bundestagsabgeordneten und ihre Stimme pro oder contra Internetsperren

Am 18. dieses Monats wurde im Bundestag darüber angestimmt, ob Internetsperren eingeführt werden. Durch den SPD-Abgeordneten Jörg Tauss (mittlerweile nicht mehr Mitglied der SPD) wurde diese Abstimmung mit Namen durchgefüht, sodaß man jetzt nachlesen kann, welches MdB für oder gegen die Internetsperren gestimmt hat.

Bei abgeordnetenwatch.de findet man dazu die Listen.

Ich wohne im schönen Essener Süden, das ist der Bundestagswahlkreis Essen III. Dort wurden bei der letzten Bundestagswahl direkt Petra Hinz von der SPD und über die Landesliste Kai Gehring von den Grünen gewählt.

Kai Gehring hat bei der oben angesprochenen Abstimmung mit Nein gestimmt.

Petra Hinz hat mit Ja gestimmt.

Die anderen Abgeordneten aus den Wahlkreisen Mülheim-Essen I und Essen II und ihr Votum sind:

Ulrike Flach, FTP, Mülheim-Essen I – Nein

Andreas Schmidt, CDU, Mülheim-Essen I – Ja

Anton Schaaf, SPD, Mülheim-Essen I – Ja

Norbert Königshofen, CDU, Essen II – Ja

Rolf Hempelmann, CDU, Essen II – Ja

Ich wohne in einer Zensurbefürworterstadt :(. Aber als Lichtpunkte gibt es ja zum Glück noch zwei Abgeordnete, die mit Nein gestimmt haben. Und mal schauen, wie die nächste Bundestagswahl ausgeht…

 

Wer das gerne alles nachlesen möchte, hier ein paar Links und Quellen:

Webseite von Jörg Tauss

Artikel bei Basic-Thinking

abgeordnetenwatch zu Internetsperren inkl. der Namenslisten

Zusammensetzung des Wahlkreises Essen III

Opera Unite

Das klassische Modell des Webs sieht so aus, daß es sehr viele Anwender gibt, die mit ihren kleinen Rechneren das Internet besuchen und deutlich weniger große Server, auf denen der gesamte Inhalt gespeichert ist.

Opera hat heute seinen Dienst Unite vorgestellt, der genau diese klassische Rollenverteilung des Netzes aushebeln möchte. Jeder Client kann gleichzeitig auch selbst Server sein.

Hier mal eine Anleitung, wie man das nutzt:

Zuerst läd man sich die neueste Beta des Opera 10 herunter, hier: http://unite.opera.com/

Nach der Installation bzw. dem Update des schon vorhandenen Opera klickt man auf Tools –> Opera Unite Server –> Enable Opera Unite

ScreenShot 2009-06-16_11-41-36 ScreenShot 2009-06-16_11-43-12

ScreenShot 2009-06-16_11-48-30 Opera Unite SetupNun loggt man sich in seinen Opera-Account ein, den man schon für Dienste wie MyOpera brauchte. Hat man keinen Account, so kann man sich über dieses Fenster auch sehr schnell einen Account erstellen.

 

 

 

 

 

 

Nach erfolgreicher Anmeldung öffnet sich entweder sofort das Sidepanel, oder man muss es über das Opera Unite Symbol aufrufen operaunite-symbol

operaunite-panelUnd damit hat man auch schon die meiste Arbeit erledgit. Denn will man jetzt Bilder veröffentlichen, so klickt man auf “Photo Sharing”, oben auf Start, wählt einen Ordner aus und fertig.

Der letzte Schritt ist jetzt noch die Festlegung, wer alles auf die Fotos zugreifen darf.

 

 

 

 

 

ScreenShot 2009-06-16_12-01-18 Photo Sharing _ Opera Unite administration - OperaZur Auswahl stehen 3 Modi: Public (jeder kann die Fotos sehen, der meine URL kennt), Private (neben der URL braucht man noch ein Passwort) und Private (nur derjenige, der die Daten veröffentlicht, hat zugriff).

Über die URL "http://rechnername.benutzername.operaunite.com” kann nun auf die Daten zugegriffen werden. Und das klappt nicht nur mit dem Opera, sondern z.B. auch mit dem Firefox.

 

Eine sehr schöne Technik, die innerhalb von wenigen Minuten eingerichtet ist und somit die schnellste Möglichkeit darstellt, Daten mit Frerunden und Bekannten auszutauschen.

Wer ein klein weniger mehr über die Technik erfahren möchte, dem empfehle ich zum einen die Unite-Homepage http://unite.opera.com und dazu den Artikel auf derStandard.at.

ARGH!

Wie nehme ich ein Webangebot effektiv aus dem Netz? Ich lass es löschen.

Wer nun glaubt, daß diese Weisheit leider nicht bis zu unseren Politikern durchgedrungen ist, dem muss ich das Gegenteil beweisen:

Ein, nach eigener Aussage, linksextremer Blogger hatte im Februar eine fingierte Sperrseite als Reaktion auf Ursula von der Leyens Vorstoß zur Sperrung von Kinderpornographischen ins Netz gestellt, mit dessen Hilfe man durch einen kleinen URL-Zusatz jede beliebige Seite sperren konnte.

Diese wurde nun vom Bundesministerium des Inneren, kurz BMI, gelöscht. Wie haben die das denn hinbekommen, fragt man sich? Ganz einfach: Das BMI hat beim Hoster vorgesprochen und diesen gebeten, die Domain und den Webspace zu löschen. Der Hoster hat das auch sehr zügig zum Schutz seiner anderen Kunden gemacht, da eine Beschlagnahmung der Server (muss wohl vom BMI angedroht worden sein, denn sonst braucht man sich über eine Beschlagnahmung erstmal keine Gedanken zu machen) für Ausfälle gesorgt hätte.

Wir halten fest: Wenn jemand eine kinderpornographische Webseite ins Netz stellt, dann wird ihm ein Pappschild mit der Aufschrift “STOPP” vorgehangen. Wenn aber jemand Kritik am Vorgehen von Politikern und Ministerien übt, wird seine Webpräsenz direkt und sehr schnell komplett gelöscht.

Frage: Was will unsere Regierung (die das Familienministerium vorgeschoben hat) wirklich mit den Internetsperren anfangen?

via: blog.pantoffelpunk.de, Fefe und Basic Thinking